Klimaschutz
Klimaschutz im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Energiewende unter anderem durch Photovoltaik (PV) und Windkraft© iStock/art Jazz Klimaschutz und eine nachhaltige Energieversorgung gewinnen im Hinblick auf aktuelle und zukünftige globale Entwicklungen mehr und mehr an Bedeutung.
Klimaschutz meint jedoch nicht nur die Reduktion der CO2-Emissionen durch die Umstellung der Energieversorgung. Vielmehr umfasst der Themenkomplex verschiedene Bereiche, die konkrete Investitionen in die Zukunft des Landkreises Rotenburg (Wümme) bedeuten.
Der Landkreis Rotenburg (Wümme) hat aus diesem Grund in 2013 ein Klimaschutzkonzept erarbeitet. Der integrierte Ansatz des Konzepts stellt eine Erweiterung bisheriger eher sektoraler Herangehensweisen dar. Nur in integrierten und raumbezogenen Gesamtkonzepten kann der Klimaschutz mit wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und weiteren Zielen verknüpft werden und so als Chance für die Entwicklung des Landkreises Rotenburg (Wümme) genutzt werden.
Klimaschutz kann also als Überbegriff aufgefasst werden, der verschiedene Bereiche umfasst bzw. mit diesen verbunden ist. Beispielsweise kann Klimaschutz ein Antrieb für die Verbesserung der Lebens- und Umweltqualität vor Ort sein, ebenso wie ein Impuls für die Förderung von Innovationen und Zukunftstechnologien, was wiederum positive Effekte auf die lokale Wirtschaft und regionale Wertschöpfung hat.
Klimaschutzkonzept
2013 hat der Kreistag das Klimaschutzkonzept des Landkreises beschlossen. In diesem Konzept werden konkrete Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Gase aufgezeigt. Damit werden folgende Ziele für das Jahr 2030 genannt:
- Energieeinsparung: Reduktion des Endenergieverbrauchs um 10 % (Basis: Verbrauchsjahr 2011)
- Energieeffizienz: Steigerung der Energieeffizienz im Wohn- und Nichtwohngebäudebereich um 0,8 % pro Jahr
- Erneuerbare Energien: Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch auf mindestens 30 %
- Reduktion der CO2-Emissionen um 20 %
(Basis: Emissionen des Jahres 2011)
Das Klimaschutzkonzept zeigt diverse Handlungsfelder auf, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Nachfolgend werden einige Felder thematisiert und Sie finden hier weiterführende Informationen, Handlungsansätze und Fördermöglichkeiten:
Klimaschutz für Haushalte
Energieberatungen
Unter dem Motto „Energiewende zu Hause" bieten der Landkreis Rotenburg (Wümme), die Verbraucherzentrale Niedersachsen und die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) gemeinsam ein ortsnahes, qualifiziertes und anbieterunabhängiges Beratungsangebot zum Thema Energie an.

Immer mehr Eigentümer nutzen PV-Anlagen zur Stromerzeugung.© iStock/Andreas Weber Ziel ist es, private Verbraucher und Verbraucherinnen dabei zu unterstützen, ihre Wohngebäude energetisch fit für die Zukunft zu machen. Die Beratungen werden im Rahmen der Energieberatung der Verbraucherzentrale durchgeführt und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
Interessierten Bürgerinnen und Bürgern steht in Landkreis Rotenburg (Wümme) die Möglichkeit einer individuellen Beratung durch einen unabhängigen Experten oder eine Expertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen zur Verfügung:
• persönlich im Beratungsstützpunkt (kostenlos)
• durch Online-Vorträge mit Beratung in Kleingruppen (kostenlos)
• individuelle Beratung Zuhause (40 Euro Eigenanteil)
Zusätzlich geben wir Ihnen einen Überblick in unserer Broschüre "Gebäudesanierung - ländliche Bauten erhalten"
Persönliche und kostenlose Energieberatung in Rotenburg (Wümme)
Beratungsstützpunkt Rotenburg (Wümme), Am Kirchhof 10, der Zugang ist barrierefrei
Berater: Dipl. Architekt Enno Precht
oder
Beratungsstützpunkt Bremervörde, aktuell können nur telefonische Beratungen jeweils am dritten Donnerstag im Monat von 16 Uhr bis 19 Uhr angeboten werden. Einen Termin erhalten Sie über unten stehende Hotline.
Berater: Thomas Behnke
Telefonische Terminvereinbarung:
0800 – 809 802 400 (kostenfreie Servicenummer der Energieberatung Mo−Do 8−18 Uhr, Fr 8−16 Uhr oder
04261 983 2860, Mo – Fr 8 - 12, Dr. Meike Düspohl, Klimaschutzmanagerin
Themen und Umfang:
• Energiesparen, Heizen und Lüften, Baulicher Wärme- und Hitzeschutz, Heizungs- und Regelungstechnik, Erneuerbare Energien (Solarenergie, Wärmepumpen), Förderprogramme, weitere Themen des privaten Energieverbrauchs
• Für die persönliche und kostenlose Beratung im Stützpunkt sind bis zu 45 Minuten vorgesehen. Hilfreich ist es, aussagekräftige Unterlagen zu dem Haus oder der Wohnung mitzubringen.
Die Energieberatung ist geeignet für: Mieter, private Haus- oder Wohnungseigentümer, private Vermieter und Bauherren.
Beratungskosten:
Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ist die Beratung im Landkreis Rotenburg (Wümme) kostenlos.
Regelmäßige Online-Vorträge mit Gruppenberatung
Neben den persönlichen Beratungen bieten die Kooperationspartner regelmäßig Online-Vorträge mit anschließender Beratung in Kleingruppen an.
Diese Online-Veranstaltungen sind eine großartige Gelegenheit, unkompliziert und bequem von zu Hause aus, fundierte Informationen zu den Themen Photovoltaik, Heizung und Sanierung zu erhalten und Fragen an die Energieexperten und Energieexpertinnen der Verbraucherzentrale zu stellen.
Aktuelle Termine und Anmeldung:
In unserem Veranstaltungskalender auf der rechten Seite finden Sie aktuelle Termine in Sachen Klimaschutz und auf KEAN - aktuelle Veranstaltungen Sichern Sie sich einen Platz in den kostenfreien Veranstaltungen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Termine für eine Energieberatung Zuhause (Eigenbeteiligung bis zu 40 Euro)
Jedes Haus ist anders – auch im Landkreis Rotenburg (Wümme). Ja nach Fragestellung kommt ein Energieberater oder eine Energieberaterin zu Ihnen nach Hause, um etwa zu prüfen, zu messen und individuelle Tipps zu geben. Die Vorortbegehung liegt im Ermessen der Energieberater. Die Ergebnisse dieser Beratung erhalten Sie vier Wochen nach dem Termin in Form eines Berichts.
Wie alle Beratungen der Verbraucherzentrale erfolgt auch diese hersteller-, produkt- und gewerkeneutral und hat einen Wert von mehreren hundert Euro.
Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz maximal 40 Euro. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei.
Für einen Terminwunsch wenden Sie sich an Dr. Meike Düspohl, 04261-963 2860, meike.duespohl@lk-row.de – oder die kostenfreie Servicenummer der VZ-Energieberatung 0800 – 809 802 400 (Mo−Do 8−18 Uhr, Fr 8−16 Uhr)
Wer ist die Energieberatung der Verbraucherzentrale?
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland und seit 1978 verlässlicher Begleiter auf dem Weg in eine energiebewusste Zukunft.
Bundesweit beraten mehr als 1000 Energieberater und Energieberaterinnen im Auftrag der Verbraucherzentrale zu den Themen Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Hohe fachliche Kompetenz und strikte Unabhängigkeit zeichnen die Energieberatung der Verbraucherzentrale aus.
Beratungsangebot der Energieberatung der Verbraucherzentrale:
• Moderne Heiztechnik
• Dämmung und Hitzeschutz
• Energie sparen in der Wohnung
• Erneuerbare Energien
• Strom sparen im Haushalt
• Gesundes Raumklima
• Fördermöglichkeiten
Energieberatung der Verbraucherzentrale
Energiesparchecks
Sie wollen noch nicht einen Energieberater beauftragen und zunächst selbst kleinere Maßnahmen prüfen? Dann nutzen Sie das umfangreiche Angebot von co2online. Die interaktiven und natürlich kostenlosen EnergiesparChecks unterstützen Sie rund ums Energiesparen, zum Beispiel als Eigentümer von Wohngebäuden bei energiesparenden Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand. Mieter können beispielsweise ihre Heizkosten überprüfen. Auch mit dem Strom-Ratgebern sparen Sie im Haushalt und im Büro Geld und Kohlendioxid. Wählen Sie das für Sie passende Thema und los geht's.
Folgende EnergiesparChecks werden angeboten:
- Modernisierungsmaßnahmen
- Wärmepumpen-Eignung
- Heizenergieverbrauch
- Förderungen
- Photovoltaik
- Thermostate
- Warmwasserverbrauch
- Stromverbrauch
- Betriebskosten
- Energieverbrauch
- Einsparpotenziale im Alltag
Wer ist die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)?
Die KEAN versteht sich als landesweites Kompetenzzentrum für die Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebereich und in Betrieben. Aufgabe der KEAN ist es, die praktische Umsetzung der Energiewende in Niedersachsen zu unterstützen.
KEAN - Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
Klimaschutz für Kommunen
Kommunaler Klimaschutz
Kommunen besitzen im Bereich Klimaschutz eine Vorbildfunktion: Wie sind die Liegenschaften der Kommunen saniert? Welche Energien werden eingesetzt? Ist die Straßenbeleuchtung sparsam? Die Handlungsfelder sind vielfältig. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen bietet Ihnen als Kommune umfangreiche Unterstützung an: Fortbildung und Qualifizierung auf vielen Feldern des kommunalen Klimaschutzes, Information zu Förderprogrammen und Austausch von erfolgreichen Ansätzen und Konzepten. Klimaschutz in Kommunen ist mehr als nur das Einsparen von Energie. Er setzt wirtschaftliche Impulse, erhöht die Lebensqualität der Menschen und ist aktive Standortpolitik. Weiterlesen
PV-Freiflächenanlagen
Freiflächen-Photovoltaik und Landwirtschaft schließen sich nicht grundsätzlich aus.© iStock/Karl-Friederich Hohl Photovoltaik (PV) ist eine effiziente Form zur Stromerzeugung und bildet einen Eckpfeiler zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele. Nach dem Niedersächsischen Klimagesetz (§ 3 Abs. 1 Nr. 3b) sollen bis 2033 mindestens 0,47 % der Landesfläche (22.500 ha) als Gebiete für die Nutzung von solarer Strahlungsenergie zur Erzeugung von Strom durch Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Bebauungsplänen der Gemeinden ausgewiesen werden.
Unter diesem Link finden Sie eine Empfehlung für die Standortsicherung von Freiflächenanlagen.
Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften
Kommunales Energiemanagement (KEM) soll den Energieverbrauch in den eigenen Liegenschaften reduzieren und damit auch zu einer Kostensenkung führen. Voraussetzung für ein erfolgreiches Energiemanagement ist eine dauerhafte qualifizierte Bewirtschaftung der Liegenschaften. Wie Sie als Kommune ein KEM aufbauen und pflegen erfahren Sie auf der Internetseite der Klima- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN).
Der Landkreis Rotenburg (Wümme) betreibt in seinen Liegenschaften Energiemanagement durch das Amt für Gebäudemanagement. Jährlich wird ein entsprechender Energiebericht für die landkreiseigenen Liegenschaften erstellt. Folgende Berichte wurden bis dato veröffentlicht:
Energiebericht Liegenschaften Landkreis Rotenburg (Wümme) 2025
Energiebericht Liegenschaften Landkreis Rotenburg (Wümme) 2022
Energiebericht Liegenschaften Landkreis Rotenburg (Wümme) 2018
Klimaschutz für Unternehmen
Energie- und Ressourceneffizienz
Unternehmen, die Energie bzw. Ressourcen einsparen und damit das Klima schonen, können sich Kosten- und Wettbewerbsvorteile verschaffen. Wie Energie- und Ressourcen gespart werden, können Unternehmen in einer Beratung erfahren. Folgende Möglichkeiten gibt es:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Das BAFA fördert unabhängige Fachberatungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
BAFA - Energieberatung
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)
Die KEAN versteht sich als landesweites Kompetenzzentrum für die Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebereich und in Betrieben. Aufgabe der KEAN ist es, die praktische Umsetzung der Energiewende in Niedersachsen zu unterstützen.
KEAN - Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW)
Der Landkreis ist Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft Technologie- und Innovationsförderung Elbe-Weser Region" (ARTIE-Region). Das TZEW begleitet die Mitglieder der ARTIE-Region auf der technischen Ebene. Sie werden u.a. bei technologischen Fragestellungen oder bei der Einführung eines neuen Produktes oder bei der Optimierung interner Arbeitsabläufe unterstützt. Zudem gibt es für KMUs eine kostenlose Energieberatung.
TZEW - Transferzentrum Elbe-Weser
Fördermöglichkeiten für Haushalte, Kommunen und Unternehmen
Fördermittelcheck
In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen für den Neubau und die Modernisierung von Wohnhäusern und Nichtwohngebäuden. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Programme zu finden, die für Ihr Bau- oder Modernisierungsprojekt in Ihrem Unternehmen in Frage kommen. Hier geht es zum Fördermittelcheck.
Telefonische Förderberatung Energieeffizienz
Die Förderberatung Energieeffizienz im Rahmen der Kampagne „Deutschland macht´s effizient“ des Bundeswirtschaftsministeriums gibt allgemeine Erstauskünfte über das breite Angebot an Förderprogrammen zum Thema Energieeffizienz. Sie verweist auf die konkret in Frage kommenden Programme für Privatpersonen, Kommune oder Unternehmen sowie auf die Ansprechpartner und Internetseiten für weitergehende Informationen.
Kostenfreie Hotline: 0800 0115 000
Montag - Freitag: 08:00 - 18:00 Uhr
Weitere Projekte für den Klimaschutz im Landkreis
Neben den zuvor genannten Kernaufgaben des Klimaschutzes, werden im Landkreis ebenfalls eigene Projekte initiiert und umgesetzt:
Bioenergie - Innovations- und Kooperationsinitiative
Die Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft und somit des ländlichen Raumes durch eine zielgerichtete und der Region angepasste Entwicklung der Bioenergie-Nutzung steht im Mittelpunkt der Innovations- und Kooperationsinitiative Bioenergie (IKI Bioenergie) im Landkreis Rotenburg (Wümme). Dabei geht es zunächst um die Vernetzung der Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen der Bioenergie. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Komplexität der Gesamtthematik bedeutet diese Vernetzung der Akteure auch eine Vernetzung ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen.
Entlang regionaler Wertschöpfungsketten - von der land- bzw. forstwirtschaftlichen Biomasseproduktion, über Anlagenbau und Anlagenbetrieb bis zum Energieabsatz - können so neue Einkommensquellen und Arbeitsplätze erschlossen werden.
Das Ziel der IKI Bioenergie ist es, einen der Region angepassten Ausbau der Bioenergienutzung voranzutreiben, die richtigen Partner zusammenzuführen und damit die Verwirklichung von Projekten zu beschleunigen und Fehlentwicklungen zu vermeiden.
KlikKS - Ehrenamt trifft Klimaschutz
Es hat KlikKS gemacht - Kleine Kommunen, großer Erfolg
Der Landkreis Rotenburg (Wümme) hat gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) am bundesweiten Förderprojekt „Klimaschutz in kleinen Kommunen und Stadtteilen durch ehrenamtliche Klimaschutzpat:innen“ (KlikKS) teilgenommen. Ende Februar endete die auf drei Jahre angelegte Projektzeit in Niedersachsen. Im Landkreis Rotenburg (Wümme) haben sich viele Ehrenamtliche engagiert und insgesamt 33 Projekte umgesetzt. Auch nach Projektende stehen bei der KEAN Ansprechpartner zur Verfügung und werden Projekte unterstützt.
Klikks wurde im Landkreis Rotenburg (Wümme) vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und Energie sowie der Nationale Klimaschutzinitiative mit knapp 500.000 € gefördert.
Niedersachsenweg – ein Ansprechpartner für zwei Landkreise
„Das bundesweite Verbundprojekt wurde zeitgleich in acht Bundesländern ausgerichtet, um den Klimaschutz auf lokaler Ebene durch ehrenamtliches Engagement zu stärken. Im Flächenland Niedersachsen entschied sich die KEAN als landesweite Koordinatorin für den „Niedersachsenweg“.
In der ländlichen Pilotregion Mitte im Landkreis Rotenburg (Wümme) und Landkreis Heidekreis sorgte Aimara Bauer (Tel. 0151/428 743 89 oder per E-Mail an aimara.bauer@klimaschutz-niedersachsen.de) von der KEAN als regionale Ansprechpartnerin dafür, dass ehrenamtliche Klimapaten geschult, informiert, vernetzt und begleitet wurden. So konnten sie anschließend vor Ort Klimaschutzmaßnahmen anstoßen und umsetzen.

Aimara Bauer von der KEAN als regionale Ansprechpartnerin und Dr. Meike Düspohl, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Rotenburg (Wümme), schließen erfolgreich das Projekt KlikKs ab.© Landkreis Rotenburg (Wümme)
Viele Ehrenamtliche gewonnen, geschult und Projekte entwickelt
In der Projektlaufzeit konnten 32 Ehrenamtliche in sechs Kommunen im Landkreis gewonnen werden, hinter denen zum Teil ein lokales Netzwerk weiterer engagierter Menschen gewachsen ist.
Sie wurden niedersachsen- und bundesweit mit anderen Engagierten vernetzt und zu verschiedenen Themen, wie z.B. Klimakommunikation, Solarstrom vom eigenen Dach, Fördermöglichkeiten, Wärmewende im eigenen Haus oder Co-Working im ländlichen Raum geschult. Mit Hilfe dieser Kenntnisse konnten die Ehrenamtlichen 33 investive und nicht-investive Klimaschutzmaßnahmen umsetzen und übertrafen damit das ursprüngliche Projektziel deutlich.
Was für Projekte wurden umgesetzt?
Die Maßnahmen reichten von Anreizen und Tipps zur Optimierung der Wärmedämmung, zum sparsamen Stromverbrauch, Projekte zur Umweltbildung in Schulen und Kitas, über Pflanzaktionen, Kleidertauschpartys, nachbarschaftliches Carsharing und Initiierung von Zukunftswerkstätten.
„Kleine Kommunen haben häufig nicht die Ressourcen, um Klimaschutzprojekte zu stemmen. Die Projekterfolge zeigen, dass ehrenamtliche Klimaschutzpaten hierfür ein Hebel sind und einen wirklichen Mehrwert darstellen. Sie können oft schneller und unbürokratischer auf lokale Bedürfnisse reagieren und mit innovativen und niedrigschwelligen Lösungen Projekte umsetzen, zugeschnitten auf die Gegebenheiten vor Ort“, erklärt Aimara Bauer von der KEAN.
Über 600 Bürgerinnen und Bürger erreicht
Neben den Treibhausgaseinsparungen lag die große Stärke des Projektes in den Maßnahmen mit informativem und sensibilisierendem Charakter. So konnten im Laufe der Projektzeit über 600 Bürgerinnen und Bürger erreicht werden. „Vernetzung und der persönliche Austausch zwischen verschiedenen Akteuren auf lokaler Ebene erhöht die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen und fördert dazu auch den sozialen Zusammenhalt und das nachbarschaftliche Miteinander“, erläutert Dr. Meike Düspohl, die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Rotenburg (Wümme).
Was genau wurde wo umgesetzt? Projektbeispiele
In den sechs KlikKS-Kommunen, in denen sich im Landkreis Rotenburg (Wümme) Ehrenamtliche engagieren, wurden während der Projektlaufzeit teils investive Projekte, wie die Erneuerung einer Flutlichtanlage auf dem Sportplatz von Rhade sowie die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Schwimmbad von Hemslingen realisiert. Für beide Projekte wurden Fördermittel beantragt.
Zum großen Teil wurden Sensibilisierungsmaßnahmen angeregt. In der Samtgemeinde Fintel und der Gemeinde Gnarrenburg fanden beispielsweise Vorträge zu Balkonkraftwerken sowie Bauen und Sanieren statt. In beiden Gemeinden etablierten die Ehrenamtlichen dazu einen Klimaschutz-Stammtisch, den Klimaschnack, der sich regelmäßig trifft. In Wilstedt waren die Themen Plastikvermeidung und Radverkehr Kernthemen.
Zudem konnten im Landkreis drei Thermografie-Module für Wärmebildaufnahmen angeschafft werden, die auch weiterhin zur Verfügung stehen, um privaten Haushalten einen ersten Eindruck von den eventuellen Schwachstellen an ihren Häusern zu ermöglichen.
Weitere Infos zum Projekt und die Ansprechpartner finden Interessierte unter
Flyer "KlikKS - Ehrenamt trifft Klimaschutz"
KEAN - Klimaschutz trifft Ehrenamt

Ladeinfrastrukturkonzept
Konzept für die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Das Ladeinfrastrukturkonzept schafft Transparenz und einen Ausblick auf die Entwicklung des Netzes bis 2030© iStock - Scharfsinn86 Die Aufgabe des Ladeinfrastrukturkonzeptes ist es, eine transparente Information zum Ausbauumfang für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Pkw innerhalb des Landkreises Rotenburg (Wümme) und seiner kreisangehörigen Kommunen bis zum Jahr 2030 zu bieten, dabei Standorte zu identifizieren, eine geeignete Art der Ladeinfrastruktur an diesen Orten vorzuschlagen und abschließend unter Einbeziehung der vorliegenden Stromnetze und ansatzweise geschätzter Umsetzungskosten eine mögliche Priorisierung als Umsetzungsreihenfolge bis 2030 vorzuschlagen.
Das Konzept wurde in einer modelhaften Kooperation erarbeitet. Dafür kooperieren der Landkreis Rotenburg (Wümme), und seine kreisangehörigen Kommunen mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.
Vorteile:
- Der Ausbau folgt einem Plan und hat ein Ziel (strategischer Ausbau)
- Erstmaliger Überblick des Ladepunktbedarfs bis 2030
- Erarbeitung von Wissen für Landkreise und Kommunen
- Effektive Zusammenarbeit von Land, Landkreis und Kommunen
- Grundlage für politische Beschlüsse und die praktische Umsetzung
- Wichtig für die Nutzung von Fördermitteln
- Weitere Konzepte können auf dieser Basis entwickelt werden
Vorgehensweise:
- Bedarf und Angebot ermitteln. Wie viele Ladepunkte werden bis 2030 benötigt?
- Standorte festlegen. Wo kann Ladeinfrastruktur errichtet werden? Vorzugsweise werden öffentliche Flächen sondiert.
- Technische Voraussetzungen klären. Welche Art der Ladeinfrastruktur eignet sich?
- Kosten ermitteln. Mit welchen Aufwendungen wird gerechnet?
- Zeitplan aufstellen. Wann könnte eine Umsetzung erfolgen?
Ladeinfrastrukturkonzept 2030
Das Konzept erfasst den Ausbaubedarf an Ladeinfrastruktur für den Pkw-Verkehr bis zum Jahr 2030 und zeigt die Erarbeitung, das Vorgehen und die Ergebnisse der Zusammenarbeit. Dabei fokussiert sich das Konzept auf die Erreichung der Klimaziele bis 2030.
Die ermittelten Standorte sind grundsätzlich geeignete und potentiell umsetzbare Standorte für öffentliche Ladeinfrastruktur (Ladepunkte). Die tatsächliche Umsetzung, also der Aufbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur hängt von vielen Faktoren ab, so dass es bei den im Konzept bevorzugten Standorten zu Veränderungen, Verschiebungen, Zusammenlegungen und dergleichen kommen kann.
Ladeinfrastrukturkonzept 2030 für den Landkreis Rotenburg (Wümme) [20 MB]
Anlage zum Konzept: Standorttabelle des Landkreises
Aktueller Stand der Ladeinfrastruktur im Landkreis Rotenburg (Wümme)
In den vergangenen Jahren sind viele öffentliche Ladepunkte im Landkreis entstanden. Sie können sich einen Überblick anhand der Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur verschaffen. Hier erhalten Sie neben dem genauen Standort auch weitere Infos zum jeweiligen Ladepunkt. Alternativ und unterwegs können Sie eine der vielen kostenfreien Apps für Ihr Smartphone nutzen.
NaProBio - Nachhaltige Produktion von Biogas
Grünes Gas klimagerecht und regional produziert
Der Landkreis wird zur Modellregion für eine nachhaltige Biogasproduktion. Dadurch sollen regionale Energiekonzepte deutlich gestärkt und Biogasanlagen zukunftssicher gemacht werden. Landrat Marco Prietz erhielt am 17.8.2022 dafür den Zuwendungsbescheid.

(Mitte) Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast übergibt den Förderbescheid an Landrat Marco Prietz. Dabei waren auch die am Projekt beteiligten Landwirte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer, der Geschäftsführerin des 3N-Kompetenzzentrum e.V.© Landkreis Rotenburg (Wümme)
Die Teilnahme am vom Land geförderten NaProBio Projekt ist ein Baustein zur Erreichung der gesetzten Ziele. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast überreichte in Malstedt-Deinstedt den Zuwendungsbescheid dafür an Landrat Marco Prietz.
Der Fokus des 2 Jahre dauernden Projektes liegt auf einer nachhaltigen Produktion von Biogas durch den Mehreinsatz von Wirtschaftsdünger (Gülle). Projektpartner sind der Landkreis und das 3N Kompetenzzentrum e.V., die im Verbund mit regionalen Biogasanlagenbetreibern sowie Unternehmen und Kompetenzpartnern folgende Ziele definiert haben und umsetzen wollen:
- Hindernisse des Wirtschaftsdüngereinsatzes verringern und über neuartige Prozesse und Techniken die Vorzüglichkeit dieses Biogassubstrates optimieren.
- Neue Wege der Wertschöpfung erschließen durch die Produktion von Treibstoff, »grünem« CO2 und Wasserstoff.
- Die Untersuchung zur Eignung der Festphase des Gärrestes als Torfersatzstoff.
Potenziale Biogas
Der Landkreis erzeugt mit seinen 149 Biogasanlagen bereits einen Großteil seiner erneuerbaren Energien mit Biogas, deshalb ist er der ideale Standort für das NaProBio-Projekt.
Biogas bietet viele Vorteile und kann einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Klimaziele leisten. Besonders im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung, Kraftstofferzeugung und beim Einsatz in der Landwirtschaft zeigt sich das große Potenzial dieses Gases. Durch die klimaschonende Verwendung organischer Reststoffe und die erhöhte Nutzung von Wirtschaftsdünger in den Biogasanlagen kann die Produktion von CO2, Methan und Lachgas verringert werden.
Leuchtturm für andere Regionen – Dringliches Projekt
Die Ministerin bedankt sich für das Engagement: „Neue innovative Konzepte für Biogasanlagen wie sie in diesem Modellprojekt entwickelt und umgesetzt werden, sind wichtige Bausteine für die Zukunftsfähigkeit der Anlagen und der Energiesicherung“.
Landrat Marco Prietz verspricht sich viel von dem Projekt: „Nicht nur der Klimaschutzwille, auch die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen, unterstreichen die Dringlichkeit des Projektes.“
„Das Vorhaben passt sehr gut in den Landkreis Rotenburg mit seinen zahlreichen, bereits gut aufgestellten Biogasanlagen. Es hat das Potenzial ein Leuchtturm für andere Regionen zu sein“, ergänzte Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer, Geschäftsführerin des 3N-Kompetenzzentrum e.V.
Förderung
Gefördert wird das zweijährige Projekt vom Land Niedersachsen im Rahmen des Maßnahmenpakets Stadt.Land.ZUKUNFT mit 1.014.851 Euro. Der Landkreis Rotenburg (Wümme) beteiligt sich mit rund 15.000 Euro an den Kosten. Technikpartner und Projektbeteiligte übernehmen weitere Eigenanteile im Projekt. Weitere Infos dazu finden Interessierte unter Stadt.Land.ZUKUNFT
Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier: NaProBio - Nachhaltige Produktion von Biogas
Midterm-Veranstaltung

Zur Mitte der Projektlaufzeit trafen sich die Akteure zum Austausch.© Landkreis Rotenburg (Wümme) Am 14.09.2023 fand im Hotel Heidejäger in Mulmshorn die Midterm-Veranstaltung des Projektes „Nachhaltige Produktion von Biogas durch Mehreinsatz von Wirtschaftsdünger unter besonderer Berücksichtigung neuartiger Verfahrensschritte und Produktgewinnung mit regionalem Schwerpunkt im Landkreis Rotenburg (Wümme) - NaProBio“ statt.
In diesem Projekt werden innovative Techniken und Nutzungskonzepte rund um das Thema Biogas geprüft und umgesetzt. Gefördert wird das Projekt vom Land Niedersachsen in dem Maßnahmenpaket Stadt.Land.ZUKUNFT. Das zweijährige Projekt, welches von den Projektpartnern Landkreis Rotenburg (Wümme) und 3N Kompetenzzentrum e.V., durchgeführt wird startete am 08.06.2022. Daher war es nun an der Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen und mit allen Projektbeteiligten einen Blick auf das bisher erreichte zu werfen und das weitere Vorgehen zu planen.
So wurden Vorträge zu den Themen Torfersatz aus Gärresten, Biogasaufbereitung und Vermarktungswege sowie Mehreinsatz von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen präsentiert und abschließend eine interaktive Themensammlung zu weiteren Fragestellungen, Anregungen und Exkursionswünschen unter den Anwesenden durchgeführt. Hierbei wurde vor allem das Thema Umgang mit Oberflächenwasser auf den Biogasanlagen sowie Exkursionen zu den Themen Torfersatz und Wasseraufbereitung gewünscht. Eine erste Exkursion zur Besichtigung einer Wasseraufbereitungsanlage ist bereits in Planung.
ReNu2Cycle
ReNu2Cycle - Maximierung der Verwendung von Recycling-Düngemitteln

Eine wichtige Ressource für die Landwirtschaft: Recycelter Stickstoff- (N), Phosphor- (P) und Kalium- (K) Dünger© iStock/Galeanu Mihai Europa importiert jährlich über 6 Millionen Tonnen Stickstoff- (N), Phosphor- (P) und Kalium- (K) Dünger. Die Preise für NPK sind an die Kosten für Energie, Abbau, Synthese und Transport gekoppelt. Russland und die Ukraine waren die wichtigsten N-Lieferanten der EU, während die P-Versorgung stark von ressourcenintensiven Einfuhren aus Marokko abhängig ist. Dies macht die Landwirtschaft in Nordwesteuropa (NWE) in hohem Maße von den weltweiten wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen abhängig.
Gleichzeitig gehen in NWE aufgrund eines vorherrschenden linearen Wirtschaftsmodells immer noch wichtige Nährstoffe in Form von nicht recycelten organischen Ressourcen aus dem Abfallsektor und aus Nährstoffüberschussregionen (z. B. Flandern, Nordrhein-Westfalen, Niederlande) verloren. Nährstoffdefizitregionen (z.B. Luxemburg, Irland, Saarland) werden immer noch nicht mit Recycling-Düngemitteln (RDF) aus Überschussregionen versorgt, in denen innovative Nährstoffrückgewinnungsunternehmen etabliert wurden.
Das Ziel von ReNu2Cycle
Das übergeordnete Ziel ist die Verringerung der Abhängigkeit NWEs von Düngemittelimporten auf fossiler Basis mit nachgewiesenen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit, den ökologischen Fußabdruck und die Preisstabilität durch die überregionale Aufwertung von recyceltem NPK aus kommunalen und industriellen Abfällen sowie aus dem landwirtschaftlichen Sektor in Flandern, den Niederlanden, Irland, dem Saarland, Niedersachsen und Luxemburg.
ReNu2Cycle baut auf den Errungenschaften von ReNu2Farm auf, das grundlegende und regionale Forschungsarbeiten zur Quantifizierung des Düngerbedarfs durchgeführt hat. Neue gemeinsame Entwicklungs- und Umsetzungsarbeiten müssen durchgeführt werden, um regionale Best Practices für NWE anzupassen:
- Living-Lab-Konzepte, die langfristige Co-Innovation und Unterstützung bei der Umsetzung fördern.
- Maximierung des Einsatzes von recycelten Düngern (RDF) durch die Entwicklung innovativer Düngemittelmischungen und Geschäftslösungen für Erzeugerportfolios einschließlich Nachhaltigkeitsbewertung.
- Händler werden in die Lage versetzt, RDFs zu konsultieren/zu vermarkten.
- Der Einsatz von RDF in (ökologischen) Landwirtschaftsbetrieben wird bewertet.
- Alle Ergebnisse werden in einer überregionalen Strategie für Nährstoffangebot und -nachfrage sowie in regionalen Aktionsplänen zusammengefasst.
Ressourceneigentümer, Düngemittelproduzenten, Händler und Landwirte profitieren von der Einhaltung der neuesten EU-Politik, die endlich einen harmonisierten Handel auf dem RDF-Markt in NWE ermöglicht und damit einen weiteren Beitrag zur Ernährungssicherheit in NWE leistet.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite zum Projekt unter ReNu2Cycle
Kooperationspartner des Projektes

Solardachkataster
Eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung der Solarenergie für den Eigenverbrauch ist sowohl für viele Privathaushalte als auch für Unternehmen und Kommunen im Landkreis von großem Interesse. Aus diesem Grund hat der Landkreis ein kreisweites Solardachkataster entwickelt, über das sich Interessierte kostenlos online über die grundsätzliche Eignung ihrer Gebäude für eine Solaranlage informieren können. Über folgenden Link ist dieses zu finden: Solardachkataster
Onlinestartseite des Solarkatasters für den Landkreis.© Landkreis Rotenburg (Wümme)
Eigene Gebäude anzeigen lassen
Mit dem Solardachkataster erhalten alle Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich über die Eingabe der Adresse oder eine Landkreiskarte die eigenen Gebäude anzeigen zu lassen und mittels einer farblichen Kennzeichnung zu erkennen, welche Dachflächen voraussichtlich für eine Solaranlage geeignet sind und welche nicht.
Eignung für Photovoltaik und Solarthermie
Dabei wird sowohl die Eignung für Photovoltaik, also die Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht, als auch für die Solarthermie, die Gewinnung von Wärme, dargestellt. Zusätzlich verfügt das Kataster über einen Wirtschaftlichkeitsrechner der zeigt, wie hoch die Investitionen sowie der mittelfristige wirtschaftliche Nutzen einer Solaranlage voraussichtlich sein werden.
Einstiegsinformationen
Mit dem Solardachkataster hat der Landkreis ein unkompliziertes und benutzerfreundliches Werkzeug entwickelt. Die leicht zugänglichen Einstiegsinformationen sollen das Interesse und die Investitionsbereitschaft der Menschen an der solaren Energieerzeugung fördern. Wer sein Gebäude aufruft, erhält eine erste Bewertung.
Solarkataster ersetzt nicht Beratung durch Fachunternehmen
Es können nicht alle baulichen Besonderheiten wie z.B. Gauben oder Dachfenster berücksichtigt werden. Die Nutzung ersetzt deshalb keinesfalls die konkrete Beratung und Planung durch ein Fachunternehmen. Auch wenn ein Gebäude nach der Eignungsbeurteilung im Solardachkataster zunächst nicht unbedingt als geeignet dargestellt wird, kann eine Kontaktaufnahme mit einem Fachunternehmen empfehlenswert sein.
Dieses verfügt über vielfältige Praxiserfahrungen hinsichtlich der möglichst optimalen Ausgestaltung der Eigenstromnutzung. Gegebenenfalls lässt sich so ein zunächst weniger geeignetes Hausdach mit einigen Anlagenmodifikationen im Einzelfall doch sinnvoll zur Solarstrom- oder -wärmeerzeugung nutzen.
Auszeichnung "Grüne Hausnummer"
Was ist die Grüne Hausnummer?
Hauseigentümer im Landkreis, die schon früh an die Zukunft gedacht und besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben, können sich ab sofort um die Auszeichnung Grüne Hausnummer bewerben. Die Verleihung der Auszeichnungen durch die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und den Landkreis erfolgt im November 2025.
Wer kann sich bewerben?
Die Grüne Hausnummer wird an Hauseigentümer verliehen, die besonders energieeffizient saniert oder gebaut haben. „Im Landkreis haben schon viele Hauseigentümer vorbildlich saniert oder gebaut, es gibt aber auch noch viel zu tun. Mit der Auszeichnung Grüne Hausnummer wollen wir die guten Beispiele für energieeffizientes Bauen und Sanieren, die es im Landkreis gibt würdigen und für die Öffentlichkeit sichtbar machen“ erläutert Landrat Marco Prietz.
Wer vergibt die Grüne Hausnummer?
Die Grüne Hausnummer ist eine Auszeichnung der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Sie zeichnet in Kooperation mit regionalen Partnern vorbildlich sanierte oder gebaute Wohngebäude aus. Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 40 fertiggestellt haben oder ihren Altbau auf ein KfW-Effizienzhausniveau saniert haben können sich damit auszeichnen lassen.
Warum sollte ich mich bewerben?
Die erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber bekommen eine individuelle Grüne Hausnummer zum Anbringen an ihrem Haus und eine Urkunde. Die feierliche Verleihung findet im November statt.
Wie bewerbe ich mich?
Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober. Wer teilnehmen möchte, kann den Bewerbungsbogen hier herunterladen. Fragen zum Thema beantwortet auch der Klimaschutzmanager des Landkreises, Nils Kreykenbohm.
Warum gibt es die Grüne Hausnummer?
In privaten Hauhalten werden rund 85 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser benötigt. Das Einsparpotenzial durch Sanierung der Gebäudehülle und -technik ist also groß.
Das Klimaschutzgesetz legt fest, dass Niedersachsen bis 2040 treibhausgasneutral werden soll. Das gilt auch für den Gebäudebestand. Dazu ist es unverzichtbar, dass viele Hauseigentümerinnen und -eigentümer aktiv werden und ihr Haus auf den neuesten energetischen Stand bringen.
KEAN - Landespreis "Grüne Hausnummer"
Informationsflyer "Grüne Hausnummer"
Bewerbungsbogen für die Auszeichnung "Grüne Hausnummer" 2025
Ansprechpartner:
Amt für Kreisentwicklung
Nils Kreykenbohm
Kreishaus Rotenburg (Wümme), Zimmer 114 // 1. OG
Hopfengarten 2
27356 Rotenburg (Wümme)
Telefon: 04261 983-2864
E-Mail: Nils.Kreykenbohm@lk-row.de
STADTRADELN - Radeln für ein gutes Klima
Der Landkreis Rotenburg (Wümme) beteiligt sich in diesem Jahr ersten Mal an der Aktion STADTRADELN - Radeln für ein gutes Klima.
STADTRADELN hat das Ziel, mehr Menschen für das Fahrradfahren zu begeistern und damit dem Klima etwas Gutes zu tun.

Bei schönem Wetter geht es mit dem Fahrrad auf Tour.© pixabay Vom 10. Mai bis zum 30. Mai 2026 sind daher all diejenigen, die im Landkreis Rotenburg (Wümme) wohnen, arbeiten, eine Schule besuchen oder einem Verein angehören, aufgerufen in die Pedale zu treten. Melden Sie sich als Team beim STADTRADELN an oder kommen Sie in das Team des Landkreises Rotenburg (Wümme). Gemeinsam wollen wir in 21 Tagen möglichst viele Kilometer sammeln!
Alle wichtigen Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie unter: STADTRADELN im Landkreis Rotenburg (Wümme)