Landkreis Rotenburg (Wümme)

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Unterhaltsvorschuss

Allgemeine Informationen

Die "Unterhaltsvorschussleistung" ist eine finanzielle Hilfe für alleinerziehende Mütter oder Väter, die keinen oder zu wenig Unterhalt vom anderen Elternteil für das bei ihnen lebende Kind bekommen. Bis zu einem festgelegten Höchstbetrag werden die Unterhaltsleistungen von den zuständigen Unterhaltsvorschussstellen übernommen.

Die Leistung beträgt seit dem 1.1.2019 (unter Anrechnung des Kindergeldes) monatlich bis zu 160 € für Kinder in der ersten Altersstufe (0 bis 5 Jahre), mtl. 212 € in der zweiten Altersstufe (6 bis 11 Jahre) und mtl. 282 € für Kinder in der dritten Altersstufe (12 bis 17 Jahre).

Ab dem 01.07.2019 wird es durch die Erhöhung des Kindergeldes um 10 € erneut eine Anpassung der Beträge geben, so dass die vorgenannten Beträge sich jeweils um 10 € mtl. reduzieren werden (150 € / 202 € / 272 €). Die Summe aus Unterhaltsvorschussleistung und Kindergeld bleibt somit aber gleich.

Rechtsgrundlage

Hinweis zur Neuregelung ab 1.7.2017:
Die Ausweitung des Anspruchs auf Unterhaltsvorschuss ist am 17.08.2017  im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden.

Seitdem haben nunmehr auch Kinder nach Vollendung des 12. Lebensjahres und über eine Gesamtlaufzeit von 72 Monaten hinaus grundsätzlich einen Anspruch auf Unterhaltsleistungen nach dem sog. Unterhaltsvorschussgesetz, der aber an weitere Bedingungen geknüpft ist. Das Vorliegen der Voraussetzungen wird im Rahmen der Antragsbearbeitung überprüft.

Anträge / Formulare

Hinweise zur Antragstellung:

Bei der Antragstellung müssen der Antragsvordruck und das unterschriebene Merkblatt eingereicht werden sowie bei Kindern, die das 12. Lebensjahr bereits vollendet haben, ein Ergänzungsblatt.

Je nach Sachlage können weitere Belege erforderlich sein.

In jedem Fall ist mit einzureichen:

  • Kopie einer Geburtsurkunde
  • Nachweis der Vaterschaft zum Kind, sofern nicht durch Geburtsurkunde des Kindes bereits nachgewiesen
  • Möglichst auch eine Kopie der aktuellen Meldebestätigung oder des Personalausweises

Bei Kindern, die das 12. Lebensjahr bereits vollendet haben, besteht ab 1.7.2017 unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls ein Anspruch auf Leistungen nach dem UVG. Hier sind weitere Angaben und Nachweise erforderlich:

  • Im Falle des Bezugs von Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") ist der aktuelle, ggf. letzte Bescheid des Jobcenters (komplett!) vorzulegen.
  • Bei Jugendlichen, die bereits das 15. Lebensjahr vollendet haben, ist der Besuch einer allgemein bildenden Schule nachzuweisen oder es sind im Falle von Erwerbstätigkeit/Ausbildung entsprechende Einkommensnachweise vorzulegen.

Nur ein vollständig ausgefüllter und durch entsprechende Belege ergänzter Antrag kann in der Regel problemlos bearbeitet werden. Sofern Nachfragen wegen unklaren Sachverhaltes bzw. fehlender Angaben erforderlich sind, verzögert sich die Bearbeitung.

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